Menschen beim Pferderennen mit einer Behinderung

 

 

Christian Zschache im Portrait:

Foto: galoppfoto.de
Foto: galoppfoto.de
  • Geboren am 16.12.1956 in Dresden

  • erst Amateur in Dresden

  • dann Rennreiter-Ausbildung in Hoppegarten bei Trainer Willi Frommann

  • erster Sieg am 15. September 1974 in Dresden mit Qualena

  • insgesamt 640 Siege in Flach- und Hindernisrennen

  • fünfmal Champion der Hindernisreiter in der DDR

  • am 12. Juli 1999 Unfall bei der Morgenarbeit, seitdem bin ich auf den Rollstuhl angewiesen

 

 

 

 

 

Interview mit Christian Zschache:

 

 

Wie bist Du zum Galopprennsport gekommen?

 

Ich war in Pillnitz im Reitverein und wollte gern mit Pferden arbeiten. Meine Mutter hat für mich eine Lehrstelle gesucht und kannte den Dresdner Journalisten und Rennsport-Funktionär Gerhard Günther. Er empfahl mich Trainer Frommann.

 

 

Welche Positionen begleitest Du aktuell im Galopprennsport?

 

Ich arbeite als Besitzertrainer maximal mit fünf Pferden. Außerdem bin ich Abwieger auf den Rennbahnen von Hoppegarten, Dresden, Magdeburg und Hamburg

 

 

Du bist Besitzertrainier in Hoppegarten, wie sieht ein Arbeitstag bei Dir aus?

 

Mein zweigeteilter Arbeitstag geht morgens von 06:00 bis 10:00 Uhr und am Nachmittag von 15.00 bis 17.00 Uhr. Alles was zum Alltag im Rennstall so dazu gehört: Mit den Pferden zum Training auf die Bollensdorfer Trainierbahn, Stallarbeit, die Pferde zum grasen führen. Und zu den Renntagen fahre ich meine Pferde selbst. Bei allem stehen mit mehrere fleißige Helfer zur Seite.

 

 

Welches war Dein schönstes/emotionalstes Erlebnis als Jockey?

 

Das waren die beiden Siege im Hoppegartener Derby 1986 mit Abasko und 1987 mit Lomber, aber auch auch der Sieg mit Andy vor 40.000 Zuschauern in einem Jagdrennen in Pardubice.

 

 

Welches war Dein schönstes/emotionalstes Erlebnis als Trainer?

 

Das waren die Gruppe-Siege von Gereon im Herzog von Ratibor-Rennen, im Darley Oettingen-Rennen in Iffezheim und in Hamburg mit Dabbitse.

 

 

Welche Ziele hast Du noch als Besitzertrainer?

 

Ganz klar – das meine Pferde lange gesund bleiben, so wie Gereon noch im Alter von neun Jahren gut drauf sind und Rennen zu gewinnen.

 

 

Welche Rennbahnen in Deutschland sind deiner Ansicht nach die Schönsten – aus Sicht von Menschen mit Behinderung?

 

Bezüglich meiner Arbeit sind mir natürlich Bahnen mit festen Wegen sehr sympathisch, da nenne ich Iffezheim, Köln und Krefeld.

 

 

Was wünscht Du Dir für die Zukunft? Was Könnte oder sollte sich verbessern oder ändern?

 

Ich wünsche mir möglichst lange meinen Job ausführen zu können. Ich habe sehr gute Arbeitsbedingungen in Hoppegarten. Und feine Pferde. Was will ich mehr?

 

 

Vielen Dank